Samstag, 9. April 2016

[Rezension] "Böse Leute" - Dora Heldt

Autorin:   Dora Heldt
Titel:       Böse Leute

Seiten:     448
Verlag:     dtv

Preis Print / E-Book: 14,90 € (Taschenbuch) / 12,99 €

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Zum Inhalt:

Sylt wird von einer mysteriösen Einbruchserie erschüttert: Nicht die millionenschweren Luxusvillen der Touristen werden überfallen, sondern die Häuser älterer, alleinstehender Frauen. Die Polizei ist ratlos. »Ungehörig« findet das der frisch verrentete Ex-Hauptkommissar Karl Sönnigsen und bietet sich an, den ehemaligen Kollegen unter die Arme zu greifen, was ihm prompt ein Hausverbot seines Nachfolgers einbringt. Gut, dann muss es eben anders gehen: Mit seinem Freund Onno, Chorschwester Inge und Strohwitwe Charlotte stellt Karl ein mit allen Wassern gewaschenes Ermittlerteam auf die Beine. Und schon bald verfolgt das findige Rentnerquartett eine erste heiße Spur...

Meine Meinung:
Dies ist der erste Kriminalroman von Dora Heldt und ich war einigermaßen gespannt, was mich erwartet - habe ich sie doch bislang eher als Autorin von amüsanter Literatur wahr genommen.


Der Roman dreht sich zu einem großen Teil um vier Charaktere (Onno, Karl, Charlotte und Inge), die auf Sylt leben und aufgrund von einer schlechten Meinung gegenüber der dortigen Polizei die Ermittlungen in die eigene Hand nehmen. Die Protagonisten sind dem einen oder anderen sicherlich aus Dora Heldts früheren Romanen bekannt. Anfangs hatte ich ein wenig Schwierigkeiten in die Story einzusteigen, das hat sich aber recht schnell wieder gelegt.

Dora Heldt hat einen leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil beibehalten, wie man ihn von früheren Werken her kennt. Wer jetzt aber glaubt, dass es sich bei diesem Krimi (gerade bei den vertretenen Protagonisten) um einen ernsthaften Kriminalroman handelt, der täuscht sich. Es kam bei mir keine wirkliche Spannung auf, was vielleicht auch daran lag, dass ich schon früh im Buch ahnte, wer der Täter ist. Auch die aus anderen Krimis (und ich lese einige im Jahr) von mir sehr geschätzte Ermittlungsarbeit war nur oberflächlich. Das Hauptaugenmerk von Dora Heldt lag glaube ich auf den verschiedenen Charakteren und deren Beziehungen untereinander.

Man hat gemerkt, dass Dora Heldt ein Nordlicht aus Hamburg ist und schon das eine oder andere Mal auf Sylt war, denn die verschiedenen Orte auf der Insel wurden von ihr bis ins Detail beschrieben und wer auch schon einmal auf Sylt war, der hat den eine oder anderen Fleck wieder erkannt. 

Fazit:
Wer einen handfesten Krimi erwartet, dem muss ich von diesem Buch abraten. Freut man sich aber auf eine Kriminalgeschichte mit leichter Unterhaltung und sympathischen Charakteren, ist man bei diesem Buch gut bedient. Da ich persönlich eher auf "richtige" Krimis stehe, wurde ich ein wenig enttäuscht, die Geschichte selbst ist aber gut und deshalb vergebe ich 4 von 5 möglichen Sternen.


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