Freitag, 24. Juni 2016

[Blogtour] "Seelenreihe" von Eva Lirot




Hallo Ihr Lieben,

und willkommen zum fünften Tag unserer blutigen Thriller-Blogtour zur "Seelen"-Reihe von Eva Lirot. Bislang habt ihr schon so einiges über die beiden Reihe selbst, über Kriminalität und Behinderungen der Polizeiarbeit sowie dem Phänomen, wenn aus Opfern Täter werden erfahren.


Ich berichte euch heute ein wenig über die Arbeit einer Mordkommission und stelle euch einen der Protagonisten etwas genauer vor.

 
Hier geht's übrigens noch einmal unseren gesamten Blogtour-Fahrplan zur "Seelen"-Reihe.

Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt dann ab dem 28.06. auf allen teilnehmenden Blogs.


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Die Mordkommission

Quelle: http://bit.ly/1USy90z
Zunächst einmal möchte ich euch Hauptkommissar James (genannt Jim) Lloyd Devcon vorstellen. Er ist ein siebenundfünfzigjähriger Mann, der sehr pflichtbewusst ist und selbst seinen Urlaub für die Aufklärung eines Mordfalls abbricht, wenn Polizeipräsident Norbert Fringe ihn anruft. Er ist ein ca. 1,80 m großer, gebürtiger Amerikaner, lebt aber schon seit 20 Jahren in Deutschland. Trotzdem ist sein amerikanischer Akzent nicht zu überhören.  Er ist somit noch ein Polizist der "alten Schule" und hält relativ wenig von neuen elektronischen Ermittlungsmethoden. Von seinen Kollegen wird er geschätzt und von seinen Vorgesetzten als die unersetzliche Kraft gesehen, da er sehr erfolgreich die Fälle aufzuklären vermag. Allerdings hat er auch ungewöhnliche Maßnahmen, die er bei seinen Ermittlungen an den Tag legt.

Was aber macht eigentlich eine Mordkommission genau?? Welches sind "beliebte" und welches sind "ungeliebte" Tätigkeiten einer Mordkommission (falls es so etwas gibt)?

Als Mitarbeiter in einer Mordkommission steht man enorm unter Druck. Die ersten 48 Stunden Stunden sind entscheidend, möchte man verwertbare Indizien o.ä. sammeln und den Täter schnell fassen. Die Eindrücke evtl. Zeugen noch sehr frisch und führen ggf. zu einem brauchbaren Hinweis. Für die Beamten bedeutet dies aber gleichzeitig puren Stress und sie können oftmals die für die nächsten Tage geplanten privaten Termine absagen. Meist handelt es sich um Fälle, die keine "Berühmtheit" erlangen - einfach, weil die Todesfälle "normal" sind.  Doch auch immer wieder gibt es Fälle von dramatisch inszenierten oder exterem grausamen Fällen, bei denen die Öffentlichkeit (z. B. die Presse) und übergeordnete Stellen, enormen Druck bei der Aufklärung der Fälle machen. Ein schönes Beispiel ist hier das Buch "Seelenbruch", bei dem der Ministerpräsident und der Polizeipräsident enormen Druck auf Devcon ausüben, dass der Fall schnellstens gelöst wird. Der Druck ist sogar so groß, dass Devcon aus dem Urlaub nach Hause beordert wird.


Quelle: http://bit.ly/1sJ5l1r

Die Mordkommission wird also aus verschiedenen Personen zusammengesetzt, um möglichst effektiv zu sein. Hierbei ist es wichtig, möglichst viel ermittlungstaktisches Know how zu versammeln, um den Täter schnell zu ermitteln. Die Herausforderung dabei ist aber, dass Mordkommissare meist an mehreren Fällen gleichzeitig arbeiten. Schließlich wartet niemand darauf, dass etwas passiert um dann loszulegen. Ich habe eine Statistik gelesen, dass sich im vergangenen Jahr in Berlin ca. 70 versuchte und 50 vollendete Mord- und Totschlagsverbrechen ereignet haben. Mehr als in jeder anderen deutschen Stadt. Allein Berlin verfügt über 70 Mordkommissare, die auf acht Mordkommissionen aufgeteilt sind. Neben den Mord- und Totschlagsdelikten ermitteln die Kommissare abera uch bei Geiselnahmen und Entführungen sowie bei gefährlicher Körperverletzung, Raub oder bei vermeintlichen ärztlichen Kunstfehlern mit Todesfolge. Insgesamt sind dies 280 Fälle pro Kommissar und mehrere hundert Überstunden pro Jahr!! An ein geregeltes Familienleben ist hier oftmals nicht zu denken.


Quelle: http://bit.ly/1YwmAPK
Wenn die Ermittler zu einem Tatort kommen, sind sie oftmals 8-10 Leute, darunter Männer und Frauen in weißen Einwegoveralls mit Kapuzen, Mundschutz, Handschuhen: Kommissare, Spurensicherer, der Tatortfotograf, Rechtsmediziner die Staatsanwaltschaft.
Die Spurensicherung ist dabei natürlich extrem wichtig. Die Beamten der "SpuSi" haben alle nur erdenklichen Fasern, Haare, Flusen und sonstige Beweismittel vor Ort und an der Leiche zu sichern, bevor diese abtransportiert werden kann. Hierzu dient oftmals ein Klebeband, an welchem alle Fasern etc. kleben bleiben um sie später intensiv zu analysieren.

Emotional beginnt ein Ermittler schnell, eine Leiche nicht mehr als Mensch zu sehen, sondern von einem Gegenstand zu sprechen. Dies hilft ihm dabei, objektiv zu ermitteln und nicht von den Emotionen dieser zahllosen Leiden übermannt zu werden. Bei Obduktionen hat der Kommissar ebenfalls ab und zu dabei zu sein, was ich mir persönlich sehr schwer vorstelle. Zuzuschauen, wie ein toter Mensch komplett aufgeschnitten wird, alle Organe entnommen und gewogen werden...  brrrr. Gleiches gilt aber auch für die Tatorte, zu denen die Ermittler gerufen werden. Auch hier werden sie oftmals Augenzeuge von abgrundtief verstörenden Bildern und können diese teilweise nur mit psychologischer Hilfe bewältigen. Einige Beispiele davon werden in "Seelenbruch", "Seelengruft" und "Seelensühne" beschrieben.


Quelle: http://bit.ly/261dwrN
Dies ist gleichzeitig auch eine der grausamsten Aufgaben einer Mordkommission: die Überbringung der Todesnachricht an die Anhörigen. Der Überbringer sieht sich hier sehr oft einem emotionalen Ausbruch gegenüber, dem er in dem Moment nicht entrinnen kann. Doch auch in solchen Situationen heißt es für ihn ruhig und besonnen bleiben und sich nicht von dem Leiden der Angehörigen anstecken zu lassen. Dies fällt bei toten Kindern natürlich noch einmal viel schwerer! Oftmals stehen Mitarbeiter einer Notfallseelsorge schon parat, um die Verarbeitung des Gehörten bei den Anhörigen mit zu unterstützen.

Neben einem kriminalistischen Gespür sollte ein Kommissar aber auch in der Lage sein, aus einem Verdächtigen, mit dem er spricht, herauszulesen ob dieser lügt oder die Wahrheit sagt. Eine gute Ausbildung im Hinblick auf Körpersprache und Mimik ist daher unerlässlich. Auch ist es hilfreich, wenn man geduldig ist. Beleidigungen zu überhören oder einfach nur minutenlang da zu sitzen und abzuwarten, ob der Beschuldigte von alleine anfängt zu reden, fällt vielen sehr schwer. Aber auch dies gehört mit dazu, möchte man einen Verdächtigen überführen. Der Verdächtige soll sich dem Kommissar gegenüber öffnen. Aber selbst, wenn ein Mörder überführt ist und dieser ein Geständnis ablegt, wenn er dieses widerruft, ist es vor Gericht wertlos. Da kann ich in Teilen die Verstimmung der Polizei verstehen. Die Aufklärungsquote in Berlin lag im vergangenen Jahr bei 90%, was mich wiederum sehr froh stimmt.


Quelle: http://bit.ly/23fWOQb
Leider werden die Medien und hier vor allem das Internet zu immer beliebteren Werkzeugen, um Menschen an dem Leid und Tod teilhaben zu lassen (so geschehen im Buch "Seelengruft"). So ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen die scheinbare Anonymität im Netz nutzen, um sich auszutauschen, Opfer zu suchen oder einfach den Mord an Personen öffentlich zu machen um damit zu prahlen! Die Polizei kann zwar auf die Mithilfe von Portalbetreibern und Account zählen, jedoch lässt sich, wenn man weiß wie, eine Identität relativ leicht verschleiern.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich froh bin, kein Ermittler in einer Mordkommission zu sein. Aber das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.


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******* GEWINNSPIEL *******


Zu gewinnen gibt es 
10 x 1 Wunschexemplar aus der Seelen-Reihe
im Wunschformat mit Lesezeichen



Was musst Du tun? 

  • Um in den Lostopf für einen der tollen Preise zu hüpfen, hinterlasst einfach einen Kommentar zu folgender Frage unter diesem Beitrag:
  • "Könntet ihr euch vorstellen, als Kommissar in einer Mordkommission zu arbeiten"
  • Pro Beitrag auf unserer Blogtour (also jeden Tag) könnt ihr euch ein Los für den Gewinn sichern. Wenn ihr auf allen sieben Stationen unserer Blogtour teilnehmt, könnt ihr also max. 7 Lose für Gewinn sammeln. :D

Natürlich gibt es auch ein paar Regeln: 

    • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich.
    • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
    • Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
    • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
    • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
    • Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
    • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
    • Das Gewinnspiel endet am 27.6.2016 um 23:59 Uhr.


      ICH DRÜCKE EUCH ALLEN DIE DAUMEN!!

      Kommentare:

      1. Guten Morgen,
        ich würde das gerne mal machen. Ich denke, das würde sehr interessant. Ich würde mich da extremst reinknien um den Täter ausfindung zu machen.
        LG
        Anni

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      2. Guten Morgen,

        Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.
        Ich möchte nicht täglich mit dem Tod konfrontiert werden. Ich glaube, das würde mich richtig runterziehen.

        Liebe Grüße,
        Areti

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      3. Ja, das wäre bestimmt sehr interessant.

        Liebe Grüße,
        Daniela

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      4. Hallo,

        ich arbeite für einen Strafanwalt und möchte glaube ich in der Realität nicht sehen, was ich auf Bildern gesehen habe.

        LG Tina

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      5. Hallo.

        ich glaube das würde ich nervlich nicht durchstehen.

        LG
        SaBine

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      6. Hallo und guten Tag,

        wieso nicht....denn es ist doch ein guter/sinnvoller und erfüllender Beruf in meinem Augen.

        LG..Karin...

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      7. Hallo :)

        obwohl ich die Arbeit an sich sehr interessant finde, würde ich dort aber nicht arbeiten wollen. Wäre nichts für meine schwache Nerven ;)

        Ganz liebe Grüße
        Jutta

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      8. Hallo,

        ja das könnte ich mir vorstellen und ich wollte mich schon mal bewerben :D

        LG

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