Samstag, 11. Juni 2016

[Rezension] "Gebrannte Kinder" - Inca Vogt

Autorin:  Inca Vogt
Titel:      Gebrannte Kinder

Verlag:    CreateSpace Independent Publishing Platform

Umfang:  520 Seiten

Preis Print / Ebook: 13,99 € (Taschenbuch) / 2,99 €

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Zum Inhalt:
Die junge Journalistin Toni Amato stößt zufällig auf eine Verbindung zwischen einer grausigen Mordserie, die ganz Frankfurt in Aufregung versetzt, und Missbrauchsfällen in den Achtzigern. Alle Spuren führen zu einem Aussiedlerhof mit düsterer Vergangenheit. Mehr instinktiv als bedacht jagt Toni den gefährlichen Killer mit dem Spitznamen Racheengel und scheint der Kripo immer einen Schritt voraus zu sein. Zur gleichen Zeit wird der Kindertherapeut David Frensen von verstörenden Flashbacks heimgesucht, nicht ahnend, dass sein Leben eine Lüge ist. Die Suche nach Erklärungen führt ihn zu den Tatorten – und dem Hof, wo alles anfing.
Ist David der kaltblütig folternde und mordende Rächer, dem Toni bei ihren Nachforschungen gefährlich nahe kommt? Oder treibt jemand ein perfides Spiel mit ihnen?


Meine Meinung:
Ich freue mich, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Blogtour genießen durfte, sonst wäre mir ein toller Thriller entgangen!
Das Buch nimmt gleich zu Beginn Fahrt und Spannung auf und schickt uns in eine Welt, die wir gar nicht wirklich kennen lernen möchten. Es geht u.a. um Kindesmissbrauch, Kindesmisshandlungen und Sadismus. Alles zusammen genommen ist "Gebrannte Kinder" ein gelungener Psychothriller, der für zart besaitete Gemüter aber in manchen Situation schwer verdaubare Kost darstellt.

Die Autorin Inca Vogt beglückt uns mir einigen völlig unterschiedlichen Charakteren, die aber alle authentisch rüber kommen. Da ist zum einen die Hauptperson: Toni Amato, eine Vollblut-Italienerin, die gerne mal aus ihrer Hau fährt, wenn ihr Temperament mal wieder mit ihr durch geht. Ansonsten geht sie gerne ihren eigenen Weg und lässt sich hierbei von niemandem aufhalten. Sie möchte nicht ins elterliche Geschäft einsteigen, sondern auf eigenen Beinen stehen, auch wenn dies anfangs bedeutet, Bittsteller zu sein und kaum Geld auf dem Konto zu haben.

Ein gänzlich anderer Charakter ist Chris Kante, die verantwortliche Ermittlerin der Soko Racheengel. Sie ist rational und versucht, alles in geordneten Bahnen ablaufen zu lassen. Sie und Toni freunden ich an und das ist auch bitter nötig, wie sich im Laufe des Buches zeigen wird.

Neben diesen beiden Protagonisten spielt die Story eine elementare Rolle. Sehr komplex erzählt, behandelt Inca Vogt mehrere Themenaspekte, die scheinbar alle parallel laufen, am Ende jedoch zu einem großen Bild zusammen geflochten werden. Am Ende bin ich förmlich in das Buch gekrochen, denn auf einmal kam so viel Handlung auf allen Handlungssträngen auf, dass man sich sehr konzentrieren musste, um nicht den Überblick zu verlieren. Aber das Finale hat mich dann noch einmal richtig gepackt!!

Fazit:
Komplexer Thriller, der sich verschiedenen Themen widmet und diese geschickt miteinander verwebt. Die erzeugten Bilder waren für mich authentisch, ebenso wie die Protagonisten. Die Themen sind abartig: Kindesmissbrauch oder Kindesmisshandlungen mit null Chance der Kinder zu entkommen. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.

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