Montag, 6. Juni 2016

[Rezension] "Küstenstrich" - Benjamin Cors

Autor:    Benjamin Cors
Titel:      Küstenstrich

Verlag:    dtv
Umfang:  384 Seiten

Preis Print / Ebook: 15,90 € (Taschenbuch) / 13,99 €

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Zum Inhalt: 
Drei Warnungen innerhalb einer Woche am Zaun eines exklusiven Anwesens in der Normandie. Der Bedrohte: ein Adliger mit Kontakten zur französischen Regierung. Sein künftiger Beschützer: Nicolas Guerlain, ehemaliger Staatsbediensteter und einer der besten Personenschützer des Landes.
Sein neuer Auftrag führt den charismatischen Nicolas Guerlain abermals in die Nähe seiner Heimatstadt Deauville. Doch noch bevor er die Bekanntschaft seiner Schutzperson machen kann, stößt er auf eine Leiche.

Meine Meinung:
Den ersten Band von Benjamin Cors (Strandgut) fand ich nicht ganz so erbaulich, so dass ich nun umso gespannter war, was mich in diesem Werk erwartet. Es handelt wieder von dem ehemaligen Personenschützer Nicolas Guerlain und auch diesmal hat es es wirklich nicht leicht...

Wie schon der erste Band, so spinnt auch dieses Werk verschiedene Handlungsstränge. Da ist zum einen ein Graf, der Morddrohungen erhält und aus diesem Grund Guerlain als Personenschützer beauftragt. Eigentlich hatte Nicolas ja seinen Job als Personenschützer an den Nagel gehängt, trotzdem macht er sich auf.
Der zweite Handlungsstrang greift dann einen Kinderhändlerring auf, der mit Mädchen auf Afghanistan handelt. Daneben gibt es aber auch noch ein paar kleinere Handlungsstränge, die zwar auch ihre Existenzberechtigung haben, jedoch keine Hauptrolle spielen.


Ich hatte anfangs ein paar Probleme in die Geschichte einzusteigen. Benjamin Cors startet nächst einmal fast alle Handlungsstränge und es ist schwer, den einzelnen, Handlungen zu folgen. Erst nach und nach nähern sich die Stränge an und fließen gut ineinander. Im Gegensatz zum ersten Band "Standgut", entwickelte sich der Plot so, dass ich ihm gerne gefolgt bin. Es entwickelte sich zu einem sehr überzeugenden Thriller, der immer wieder mit einer Überraschung aufwarten ließ.

Man merkt bei der Geschichte, dass sich der Autor in "seinem" Land Frankreich und speziell an den Orten über die er schreibt, sehr gut auskennt. Er versteht es, bildlich zu schreiben und ich konnte mir die Orte gut vorstellen.

Der Protagonist Nicolas Guerlain, kam mir in der einen oder anderen Situation etwas zu platt vor. Es hat mir ein wenig an Emotionen und Gedanken gefehlt. Die meiste Zeit über war er aber absolut authentisch, auch wenn ich mich nicht so sehr mit ihm identifizieren konnte. Er kommt mir immer sehr introvertiert vor, was es mir als Leser schwerer macht, mich in den Charakter hinein zu versetzen.

Fazit:
Das Buch selbst ist solide und für mich eine deutliche Steigerung zum Cors erstem Werk. Ich wurde gut unterhalten und in manchen Situationen auch emotional berührt. Der Protagonist bleibt mir immernoch etwas zu distanziert. Nichtsdestotrotz ein grundsolider Thriller, der einen mitnimmt auf eine Reise durch Frankreich. Ich vergebe 3,5 von 5 möglichen Sternen.

 

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