Montag, 22. Februar 2016

[Elfen vs. Vampire] Battle der verschiedenen Rassen - Szene 1



Hallo ihr Lieben und willkommen zu einem wahrhaft gigantischen Battle zwischen zwei Rassen/Wesen, die unterschiedlicher nicht sein können...

Auf der einen Seite die tugendhaften, reinen und edlen Elfen. Auf der anderen Seite die blutsaugenden Nachtgestalten - die Vampire.

Was glaubt ihr, wer am Ende als Sieger aus der Schlacht hervorgehen wird? Ich bin mittendrin - auf Seiten der Untoten. 

Seid dabei, wenn die beiden Autorinnen Sandra Florean (Autorin der "Nachtahn"-Reihe) und Caroline G. Brinkmann (Autorin der "Die Herren des Waldes"-Reihe) die Wesen aufeinander treffen lassen. Lehnt euch entspannt zurück und erfahrt, welche der beiden Rassen sich am Ende als die Stärkere erweisen wird...

Die Protagonisten des Battles sind zum einen Dorian, ein Vampir und Kobrin, die Flusselfe (bzw. Kobrins Cousine Alania). Die beiden können sich nicht ausstehen - nun, eigentlich kennen sie sich auch überhaupt nicht. :-) Die beiden Autorinnen haben die Protagonisten in Alltagsszenen aufeinander treffen lassen und daraus kleine Kurzgeschichten gemacht, die es nirgends sonst zu lesen gibt.


********************************************************************************

Szene 1: Im Blumenladen (aus Sicht des Vampirs Dorian Fitzgerald):
"Nachtahn 1" von
Sandra Florean

Das ist er, der Star der Nachtahn-Reihe: Dorian Fitzgerald. Allerdings ist er alles andere als ein glitzernder Schmusevampir.
Sein Schöpfer, Gerald Baffour, brachte ihm bei, dass nicht jeder die Dunkle Gabe, die Unsterblichkeit, verdient. Diesem Erbe ging er die vergangenen sechshundert Jahre nach und erwarb sich so den zweifelhaften Ruf des Vampirkillers. Die Vampire fürchten ihn. Nicht zuletzt, weil es ihm wie keinem anderen gelungen ist, sich seiner Zeit anzupassen und einen Platz darin zu finden.

"Nachtahn 2" von
Sandra Florean
Dorian ist kein altmodischer Rüschenhemdvampir, sondern steht auf schicke Anzüge, schnelle Autos, Superheldenfilme und ist sie auch nicht zu fein, in den Social Networks dieser Welt sein Unwesen zu treiben. Er ist mit unvergleichlichen Fähigkeiten ausgestattet (wie es dazu kam, könnt ihr in den Büchern nachlesen ;) ), was ihn hin und wieder schon etwas arrogant macht. Er hatte allerdings eine gefühlvolle und sehr loyale und verletzliche Seite. Immerhin hat ja alles zwei Seiten. Aber natürlich zeigt er sie nicht jedem. Vor allem nicht namentanzenden albern kichernden Spitzohren wie Carolines Elfen.

Zum ersten Mal trafen die beiden Streithähne in einem Einkaufszentrum aufeinander. Davon kann Dorian euch selbst berichten:



********************************************************************************
Ich schaltete den Motor aus und sah auf die Uhr. „Acht Minuten schneller als sonst!“

James tastete mit zittrigen Händen nach seinem Sicherheitsgurt. „Ich bin begeistert,Sir.“

Ich drehte mich zu ihm um. Er war ein bisschen grün um die Nase.

„Höre ich da Zynismus, James?“, fragte ich.

„Keineswegs, Sir. Keineswegs. Ich möchte jedoch darum bitten, die Rückfahrt selbst zu übernehmen. Wenn es Ihnen nichts ausmacht. Sir.“

Lachend stieg ich aus. James folgte meinem Beispiel mit sehr bedachten Bewegungen.

„Wie Sie wollen, James.“

"Nachtahn 3" von
Sandra Florean
Wir fuhren mit dem Lift aus der Tiefgarage hinauf ins Einkaufszentrum und ließen uns schweigend von der scheußlichen Kaufhausmusik berieseln. Manchmal fragte ich mich, nach welchen Kriterien diese Titel ausgesucht wurden. Und von wem. Meine Großmutter würde schwungvollere Musik hören, würde sie noch leben!

„Ich möchte auch noch in den neuen Blumenladen und Louisa einen Strauß kaufen“, sagte ich, als wir der Todesmusik entkommen waren.

James Übelkeit schien überstanden, und er nickte leicht mit dem Kopf. Es war das erste Mal, dass mein Butler und ich zusammen einkauften, und ich wurde den Eindruck nicht los, dass er nicht ganz so viel Freude daran hatte wie ich. Dabei fand ich es sehr lehrreich, ihn dabei zu beobachten, wie er fachmännisch Lebensmittel einkaufte, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte.

Der Blumenladen war bis auf zwei weitere Kunden leer. Wobei ich diese Kundschaft nicht als solche betitelt hätte.

„Elfen“, zischte ich James zu und beobachtete die beiden feingliedrigen Gestalten, wie sie sich alles aufmerksam ansahen und dabei dümmlich grinsten.

"Nachtahn 4" von
Sandra Florean
Ich mochte Elfen nicht. Sie waren ein albernes, kindisches Volk, das keine Minute stillhalten konnte, alles angrabbelte und laufend bescheuerte Lieder sang. Zappelnd und kichernd kamen sie näher, und ich räusperte mich vernehmlich, da der kleine Floristenladen kaum genug Platz zum Ausweichen bot.

„Aufgepasst! Ich muss doch sehr bitten. Hier gibt es noch andere Kunden. Kunden, die auch bereit sind, etwas zu kaufen. Verfluchtes Elfenpack." Ich trat hastig einen Schritt zurück und strich mir den Anzug glatt.

„Alles in Ordnung, Sir?“, fragte James.

Ich nickte missgestimmt auf die beiden Gestalten. „Sie haben sogar eine Katze dabei. Ist das zu fassen?“

„Na super. Auch das noch. Der Tag wird immer besser“, grummelte der Elf mit dem grünen Mantel. Vielleicht war es auch ein Mädchen, so genau kann man das bei den Elfen immer nicht erkennen.

„Wenn wir dich stören, dann geh halt woanders glitzern, Mister Reißzahn", rief mir das andere Elfenwesen frech zu. 

„Amber liebt fluffige, puffelige Pflanze." Das war die Katze. Dieses sonderbare Elfenvolk hatte sogar sprechende Katzen? Das wurde ja immer schöner!

"Die Herren des Waldes 1"
von Caroline G. Brinkmann
„Mister Reißzahn?“, knurrte ich. „Ich hör wohl nicht richtig. Verschwindet zurück in euren Wald. Oder gibt es da keine Blumen mehr? Habt sie schon alle aufgegessen, was?"

„Oh, da hat jemand Zitronen zum Frühstück gegessen..." Das dunkelhaarige Elfenwesen verschränkte die Arme.

„Vampire essen keine Zitronen. Vampire trinken Blut", sagte die Katze.

„Ja und bestimmt kein Tierblut."

„Vampire sind nämlich auch Vegetarier." Die Katze nickte

„Wir sollten gehen." Der Elf in dem grünen Mantel machte Anstalten, den anderen wegzuziehen, doch er oder sie dachte nicht an Rückzug. „Das Bleichgesicht sollte gehen." Es schob die Unterlippe vor. Störrisch wie ein Esel. Die wussten wohl nicht, was gut für sie ist.

"Die Herren des Waldes 2"
von Caroline G. Brinkmann
Ich schnaubte. „Ich werde nirgendwo hingehen. Das hier ist meine Stadt. Mein Zuhause! Verschwindet zurück in euren Wald und tanzt eure Namen oder was ihr sonst so zu tun habt."

James räuspert sich. „Ich an Ihrer Stelle würde tun, was Mister Fitzgerald sagt."

„Geht's noch? Hab ihr nicht was besseres zu tun, Mister Das-ist-meine-Stadt? Jungfrauen reißen, oder so?"

Ich starrte die frechen Elfe wütend an und ließ sie eine Dosis meiner Todeswelle spüren.

„Lass gut sein, Lani", mahnte der Blonde mit dem Umhang. "Aber die glitzernde Charmeur- Leiche hat angefangen."

Maulend und murrend wie kleine Kinder verließen sie den Laden, und ich drehte mich weg. Verdammtes Elfenpack. Konnte einem den ganzen Tag vermiesen!

Ich beugte mich vertraulich zu der jungen Verkäuferin. „Sie sollten diese Individuen nicht in Ihrem Laden herumlungern lassen. Sie verschrecken die Kundschaft und kaufen ja doch nichts. Schönen Tag noch.“

(c) Sandra Florean - Nachtahn-Reihe

Kommentare:

  1. Willkommen auf der Dunklen Seite ;)
    Gute Wahl und vielen Dank fürs Mitmachen!

    Vampirische Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
  2. War ja klar, dass Du Dich auf die Vampirseite schlägst. ;)

    ♥liche Grüße

    Lenchen vom Testereiwahnsinn

    AntwortenLöschen
  3. Na gut. Ich gönne den Blutsaugern die Unterstützung. Verlieren werden sie trotzdem. ;)

    AntwortenLöschen