Freitag, 17. Juni 2016

[Blogtour] "Götzenkinder" von Inca Vogt



Hallo Ihr Lieben,

auch heute habe ich das Vergnügen, euch am dritten Tag der Tour zu "tzenkinder" von Inca Vogt mit einem Beitrag das Werk näher zu bringen und euch auch ein wenig neugierig zu machen. In den letzen beiden Tagen durftet ihr schon ein Interview mit der Protagonistin Toni Amato mitverfolgen und auch das Thema des Schönheitswahns fand gestern einen entsprechenden Beitrag.


Bei mir dreht sich heute einiges um das Thema falscher Verdächtigungen. Ich denke, jeder von uns ist schon einmal zu Unrecht verdächtigt worden (und sei es nur als Kind) und fand dies überhaupt nicht toll. Deshalb, und weil es auch Bestandteil des Buches ist, habe ich mich diesem Thema angenommen.

 
Hier geht's übrigens noch einmal unseren gesamten Blogtour-Fahrplan zu "Götzenkinder".


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Zu Unrecht verdächtigt...

Ein Tatbestand, der im Buch eine wichtige Rolle einnimmt, ist die Verbreitung von Informationen, die dazu führen, dass eine Person zu Unrecht einer Tat verdächtigt wird. So etwas ist landläufig unter dem Begriff Schmutzkampagne bis hin zum Rufmord bekannt.

Vielleicht habt ihr dies schon einmal selbst erlebt oder bei Bekannten mitbekommen. Wird einmal etwas Spannendes, Bewegendes oder einfach nur Interessantes erzählt, so wird dies i.d.R. ganz schnell aufgenommen und weiter getragen. Nicht immer bleibt es dann bei dem ursprüngliche Gehörten, sondern es entsteht ein "Stille Post"-Effekt: Das Gehörte wird immer weiter angereichert und ausgeschmückt.

Quelle: http://bit.ly/1tgPPKH
Im Buch ist dieser Punkt sogar dahingehend verarbeitet, als dass Informationen (ob wahr oder falsch lasse ich jetzt mal dahin gestellt), sehr stark von den Medien verbreitet werden und somit eine viel größere Zielgruppe erreicht wird, als durch reine Mund-zu-Mund-Propaganda. Es geht um den Beststeller-Autor Adrian Brecht, der gerade ein Buch veröffentlicht hat. Die Morde in dem kleinen Ort Götzenheim gleichen den im Buch beschriebenen Morden und so gerät Adrian Brecht schnell ins Visier der Polizei. Aber auch die Presse interessiert sich für die Fälle und den Autor.

Neben der Journalistin Toni Amato ist auch einer ihrer Journalisten-Kollegen hinter einer 
Story her. Leider betreibt er einen nicht ganz so investigativen Journalismus und so werden einige Halbwahrheiten und Spekulationen als die Wahrheit veröffentlicht und der Autor somit sehr denunziert. Der Ruf des Autors wird beschädigt. Leider greifen andere Zeitungen diese Meldungen auf und schmücken diese aus oder ergänzen sie selbst noch mit Gerüchten, Verleumdungen oder übler Nachrede.

Es dauert nicht lange und die Bevölkerung beginnt, die Meinung der Presse zu übernehmen und Adrian Brecht als "den Mörder" anzusehen. Sie gehen davon aus, dass die Presse ordnungsgemäß recherchiert hat und übernehmen die Meinung der Presse. 

Quelle: http://bit.ly/1tgRjEX
Diese Situation zeigt, wie schnell wir bereit sind, andere Meinungen als unsere eigene zu übernehmen und wie manipulativ die Presse hier arbeiten kann. Sehr schnell eskaliert die Meinungsmache und Meinungsbildung heute zu einem Shitstorm! Die Person selbst ist dann ofmals nicht mehr in der Lage, sich zu wehren oder Gegendarstellungen zu veröffentlichen. Der Ruf wird komplett zerstört und eine solche Person, noch dazu, wenn sie eine Person des öffentlichen Lebens ist, wird ausgegrenzt, gemieden und "abgestempelt". 

Juristisch gibt  es den Tatbestand §164 StGB "Falsche Verdächtigungen". Hierbei drohen demjenigen, der öffentlich über einen anderen wider besseren Wissens Falschbehauptungen verbreitet, bis zu fünf Jahre Gefängnis oder Geldstrafe


Es gibt durchaus reale Fälle, bei denen Personen etwas beschuldigt werden, was sie nicht getan haben. Ein ergreifendes Beispiel hierzu liefert der Film "Die Jagd" von Regisseur Thomas Vinterberg. Hierbei geht es um einen Erzieher im Kindergarten, welcher eines Tages ein schutzbefohlenes Mädchen nicht ganz so beachtet, wie sie sich dies wünscht.  Der Erzieher wird von der Familie des Mädchens beschuldigt, sexuelle Handlungen an den Kindern vorgenommen zu haben. Dies stellt sich später als Lüge heraus und der Mann wird frei gesprochen.
Das Thema kocht natürlich hoch und jeder in dem kleinen Ort erfährt davon. Die scheinbare Wahrheit verdichtet sich immer weiter, bis sie irreparable Schäden anrichtet. Gleichzeitig zeigt dies auch, wie schnell Freundschaften auseinanderbrechen können, auch wenn diese schon seit Jahrzehnten bestehen. Es zeigt aber auch, wie schnell sich Bekanntschaften gegen einen verbünden (selbst, wenn sie dies ursprünglich nicht wollten), nur weil es der Gruppenzwang nahelegt.


Doch versetzen wir uns einmal in den Mann: Zunächst einmal war er schockiert von den Anschuldigungen, hat geweint und gezittert. Doch das eigentliche Märtyium setzte erst danach ein. Die Öffentlichkeit hat sich komplett gegen ihn gewandt. Freunde und Bekannte haben sich von ihm distanziert und somit seinen sozialen Tod heraufbeschworen. Niemand wollte mehr etwas mit ihm zu tun haben, keiner mit ihm sprechen. Er verlor seinen Job, seine Freunde. Er wurde beschimpft, bedroht und angegriffen. Die Menschen um ihn herum waren nicht grundsätzlich böse. Sie konnten nur mit der Situation nicht umgehen und versuchten sich dadurch zu schützen. Selbst, als sich später herausstellte, dass die Anschuldigungen nicht der Wahrheit entsprachen, hatte der Mann eine "Ruf", der es ihm unmöglich machte, weiterhin mit Kindern zu arbeiten oder von den Bürgern "normal" behandelt zu werden.

Oftmals bleibt den Betroffenen nichts anderes übrig, als ihr bisheriges Leben zu beenden: eine neue Stadt, ein neuer Job und ein neues Leben mit neuen Freunden. Wenn man in eine solche Situation kommt, steht man dem Ganzen völlig machtlos gegenüber. Doch aufgrund der heutigen medialen Möglichkeiten bleibt nichts geheim und auch an neuen Wohnorten werden diese Personen wurde er von den damaligen Ereignissen eingeholt.

Bitte überlegt euch zukünftig, ob ihr gleich auf jede Meldung anspringt, ober ob ihr euch erst einmal über die wahren Fakten informiert. Bildet euch eine eigene Meinung und übernehmt nicht die Meinung anderer!!

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******* GEWINNSPIEL *******

...und das gibt es zu gewinnen:



  • drei Fanpakete bestehend aus je einem signierten Print-Buch "Götzenkinder" und Lesezeichen

  • zwei signierte Ebooks mit Widmung 


Was musst Du tun? 

  • Um in den Lostopf für einen der tollen Preise zu hüpfen, sammelt einfach die markierten Buchstaben aus allen unseren Beiträgen der Blogtour und setzt sie am Ende zum Lösungswort zusammen.
    Die Lösung schickt bitte mit dem Betreff " Götzenkinder" an info@buchreisender.de.


Natürlich gibt es auch ein paar Regeln: 

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. 
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
    Das Gewinnspiel endet am 21.06.2016 um 23:59 Uhr

ICH DRÜCKE EUCH ALLEN DIE DAUMEN!!

1 Kommentar:

  1. Hallo Jens,

    vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag.
    Ich glaube das man durch falscher Verdächtigungen sehr
    viel kapput macht und das man nicht mehr rückgängig machen kann wenn schon
    jemand falscher Verdächtigungen verbreitet hat.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt ( Stern44 )
    margareta.gebhardt@gmx.de

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