Montag, 29. August 2016

[Rezension] "Wédora - Staub und Blut" - Markus Heitz

Autor:      Markus Heitz
Titel:       
Wédōra - Staub und Blut

Verlag:     Knaur Verlag
Umfang:   608 Seiten

Preis Print / Ebook:  16,99 € (broschiert) / 14,99 €

Hier gehts zur Leseprobe



Zum Inhalt:
Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt Wédōra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija.
Doch Wédōra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt.
Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind.


Meine Meinung:
Wieder ein tolles Buch aus der Feder von Fantasy-Autor Markus Heitz. Ich war ganz gespannt, habe ich doch gaaaanz viele seiner Bücher und bin ein großer Fan. Was würde mich erwarten? 

Ich bekam eine komplexe Geschichte über Magie, die Sehnsucht nach einer Familie, Mut aber auch ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit.

Der Titel beschreibt die Stadt, in welche es die beiden Protagonisten Liothan und Tomeija stranden. Die Stadt selbst wird einem unterschwellig vorgestellt. Nicht nur eine reine Beschreibung, sondern man ist mit den beiden mitten drin im Geschehen und lernt "so ganz nebenbei" auch
Wédōra kennen. Das ist sehr viel spannender, als dies einfach nur beschreibend kennen zu lernen.

Tomeija und Liothan sind sich sehr ähnlich - und doch auch wieder nicht. In ihrer Heimat ist Tomeija die Ordnungshüterin des herrschenden Barons, während Liothan eine Art Robin Hood darstellt - er stiehlt, um die Armen zu unterstützen. Obwohl sich beide schon lange kennen und mögen, stehen sie doch auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes. Doch genau das ist es, was beiden gleich ist. Sie kämpfen für Gerechtigkeit, jeder auf seine Art. Unrecht und Hilflosigkeit anderer ist ihnen undenkbar und so bringen sie sich selbst oft genug in Gefahr um anderen zu helfen. Dieser Gerechtigkeitssinn schweißt sie auch in Wédōra zusammen. Dazu kommt natürlich, dass sie nur sich haben in einer fremden, neuen Welt.

Markus Heitz hat nicht nur eine neue Stadt in der Wüste entstehen lassen, er hat Wédōra auch eigene Wörter und Begriffe beigemischt, die die Stadt einmal mehr exotisch und fremd wirken lassen. Das Buch ließ sich für meinen Begriff sehr gut und flüssig lesen und ich wollte immer wissen, wie es weiter geht. Die Handlung hat mich förmlich mit nach Wédōra genommen und ich konnte die staubige heiße Wüstenluft quasi fühlen.

Auch die Wüstenvölker und die verschiedenen Wesen haben mich sehr überzeugt. Markus Heitz hat es für mich wieder einmal geschafft, eine Welt voller Fantasie und Spannung zu erzeugen, so dass ich bestens unterhalten wurde. Obwohl das Buch knapp über 600 Seiten hatte, kam bei mir manchmal der Eindruck auf, dass noch sooo vieles nicht erzählt ist. Ich bin gespannt, ob es eine Fortsetzung zu Wédōra geben wird - ich hoffe es.

Über allem schwebt letztlich aber auch der Gedanke an die Grotte mit dem herrlichen Wasser unter der Stadt und der Angst vor dem mächtigen Herrscher, der aber immer nur durch seine Boten mit den größtenteils korrupten Einwohnern der Stadt spricht.

Fazit:
Eine fantastische Reise in eine neue Welt, die so fremd ist, dass sie mich regelrecht gefesselt hat. Unbekannte Wesen, Geschehnisse und ein Funken Magie - ich bin begeistert und vergebe 4,5 von 5 möglichen Sternen.





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