Samstag, 30. September 2017

[Rezension] "Countdown to Noah 1: Gegen Bestien" - Fanny Bechert

Autorin:   Fanny Bechert
Titel:       Countdown to Noah 1: Gegen Bestien (CtN1)

Verlag:     Sternensand-Verlag
Umfang:   289 Seiten

Preis Print / Ebook: 12,95 € (Taschenbuch) / 6,99 €


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Zum Inhalt:
In einer Welt, in der Menschen zu wilden Bestien – sogenannten Noahs – mutieren, zählt für die siebzehnjährige Cassidy nur, ihre kranke Schwester zu beschützen. Als sie dabei von einem Noah gebissen wird, bleiben ihr noch genau dreißig Tage, eh sie selbst zu einem Monster wird. Nur mit der Hilfe des Rebellen Daniel hat sie eine Chance, rechtzeitig Medizin zu beschaffen. Aber wer hilft schon einer tickenden Zeitbombe, deren kleinste Berührung zur eigenen Ansteckung führen kann?

Meine Meinung:
Wow, was für ein Szenario!! Die Autorin Fanny Bechert gliedert sich mit ihrer Dystopie "Countdown to Noah" in eine Reihe von Romanen und Filmen über Zombies und die Apokalypse ein, jedoch aus dem Blickwinkel einer Infizierten, die maximal noch 30 Tage als "normaler Mensch" zu leben hat, bevor sie zum Noah mutiert.

Gleichzeitig ist der Roman gänzlich anders zu Fanny Becherts Elesztrah-Reihe, denn in diesem Fall spielt der Tod eine große Rolle. Das Setting ist aus diesem Grund auch ein gänzlich anderes. Elesztrah spielt in einer Fantasy-Welt in welcher alles möglich ist, CtN dagegen spielt in unserer realen Welt nach der Apokalypse. 

Der Plot wird aus der Sicht von der Protagonistin Cassidy erzählt, die auf der Suche nach Medizin für ihre kranke Schwester eine gefährliche Reise auf sich nimmt. Sie ist die große Schwester, auf der die Verantwortung für ihre kleine Schwester lastet, seit ihre Eltern ums Leben kamen. Und doch verbirgt sie eine Sehnsucht in sich, die sich nach Geborgenheit, Ruhe und der großen Liebe sehnt.

Mit dabei sind Daniel, Jeff und Rita. Jeff und Rita sind Geschwister, gleichzeitig ist Rita auch Daniels Freundin. Doch während ihres Überlebenskampfes kommen sich Daniel und Cassy näher - doch Cassy ist infiziert und darf nicht berührt werden.

Daniel ist der "heimliche" Anführer der kleinen Truppe. Es ist selbstbewusst, stark. Aber in ihm gibt es auch tiefe Emotionen, die er im Buch lange vorborgen hält und die erst gegen Ende endlich zutage treten.
Jeff ist ein Schürzenjäger, der gleich einen massiven und dauerhaften Flirt mit Cassy beginnt und diesen auch, trotz eindeutiger Abweisungen nur selten unterbricht. In machen Situationen fühlt er sich von Daniel "unterdrückt", besonders, wenn es um Entscheidungen geht, die er nicht mittragen kann oder möchte. Deshalb kommt es zwischen Daniel und ihm immer wieder zum Streit.
Rita gibt sich äußerlich als die taffe Person, die sie aber nicht ist. Erst, als sie mit den ersten Noahs zusammentrifft, merkt man, dass unter der harten Schale ein sehr weicher Kern sitzt, der noch nicht viel von der apokalyptischen Welt gesehen hat. Dafür entwickelt sie sich aber enorm weiter.

Leider kam mir Rita ein wenig zu kurz. Sie ist es, die anfangs mit Daniel zusammen ist. Als er nach und nach beginnt, immer mehr Cassy in den Vordergrund zu stellen und er sich auffällig viel um sie kümmert (gerade vor dem Hintergrund, dass er um ihre Infektion weiß), hätte ich mir noch etwas mehr Eifersucht oder Unverständnis von Rita erwartet. Sie hat diesen Aspekt aber relativ problemlos akzeptiert und nicht weiter darauf reagiert. Auch gab es immer wieder Berührungen Cassys mit den anderen Protagonisten (anlehnen an den Körper, Hände halten, .... obwohl anfangs Schweiß als einer der Übertragungsmöglichkeiten genannt wurde. Das war aus meiner Sicht der einzige Punkt, der ein wenig fehlerhaft war.

Die Geschichte ist recht flott geschrieben und hat mich mitgenommen auf eine Reise, die mich mehr und mehr erschreckt hat. Besonders, als Cassy immer wieder beginnt, wie ein Noah zu denken, merkt man, wie grausam die Autorin zu ihrer Protagonistin ist und dies durchleben lässt. Am Ende wünscht man sich beinahe schon, dass sie endlich sterben kann, um nicht das Schicksal der vielen anderen Noahs zu teilen und als fleischlüsterndes Wesen durch die Welt ziehen muss.

Fazit:

Ein mitreißender und spannender Roman, der einige Emotionen bereit hält und die Zerrissenheit der Protagonistin zwischen ihren Gefühlen zu Daniel und ihren immer häufigeren Attacken der Noah in ihr sehr gut wiedergibt. Eine rasante Story durch eine apokalyptische Welt, in der die Liebe aber nicht aufgegeben hat und immer ihren Weg finden wird. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung: "Countdown to Noah 2: Unter Bestien". Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.



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