Am Freitag, 17. Juli 2015 war es endlich soweit. Schon seit Januar habe ich auf diesen Tag hingefiebert. Die Buchhandlung in der Villa Herrmann in Ginsheim-Gustavsburg öffnete seine Pforten zum 11. literarischen Fantasy-Festival. Bei tollen 35°C war der angrenzende Park der ideale Ort für eine Lesung der Besonderen Art. Die Werbung sprach von einer "erlebnisreichen Reise in die Anderswelten. Spannung, schwarzer Humor, Gruselschauer, Romantik, Märchenwesen, Engel, Teufel, defekte Toaster, Zeitsprünge und Herzensnöte – Fantasy in vielen Facetten." Und tatsächlich war ich am Ende restlos begeistert! Aber zurück zum Anfang...
Bereits frühzeitig um 17.00 Uhr war ich da um mir einen guten Platz zu sichern und möglichst weit vorne zu sitzen und die Autorinnen und Autoren LIVE und aus der Nähe zu sehen.
Losgelegt hat Vanessa Walder mit einer Lesung aus Das wilde Määäh, einem aus meiner Sicht sehr schönen Kinderbuch.
"Ham ist ein Wolf. Das ist ja wohl klar. Er hat spitze Eckzähne ... auf
dem Kopf. Er jagt gerne ... saftige Blätter. Er heult den Mond an ...
und es klingt wie Määäh. Na gut, vielleicht ist Ham auch nur ein Wolf im
Schafspelz. Aber wie ist er im Wald gelandet? Und wo kommt er wirklich
her? Zusammen mit seinen Freunden begibt er sich auf eine
abenteuerliche Suche ..."
Weiter ging es dann mit Jens Schumacher, der aus seinem Buch Asmoduin: Nervensäge in Not gelesen hat. Er hat es während des Lesens geschafft, Asmoduin ein ganz eigenes Gemüt zu geben und ihn, trotz seiner Abstammung aus der Hölle, zu einem lustigen Charakter zu formen.
"Verflixt! Endlich Sommerferien, doch Bob kommt nicht dazu, sie zu
genießen. Einmal mehr steht plötzlich Asmoduin vor ihm, die teuflische
Nervensäge aus der Hölle. Und er hat ein Problem: Die Eissauna seines
Urururgroßvaters Shaitan III. ist undicht geworden, was nicht nur fatale
Folgen für die Hölle, sondern für die gesamte Erde haben könnte.
Notgedrungen begibt sich Bob mit dem kleinen Satansbraten auf die Suche
nach einer uralten Zauberformel. Doch Eile ist geboten - der Countdown
zum Untergang der Welt hat bereits begonnen ..."
Danach eroberte Vanessa Walder noch einmal die Bühne, mit Ihrem Buch Der Zauberfluch des Elfenkönigs, und konnte mitlachen, als Ariane vom Drachen entführt wurde und dabei jede Menge unliebsame Berührungen mit Bäumen hatte. ;-)
"Inmitten einer heißen Sommernacht wird Ariane entführt - von einem
riesengroßen Drachen! Er bringt sie in den fernen, finsteren Zauberwald.
Die magischen Geschöpfe, die hier leben, scheinen dem Mädchen nicht
wohl gesonnen zu sein. Weshalb sonst würde der Elfenkönig Leandro einen
mächtigen Zauber aussprechen? Einen Fluch, der verhindert, dass Ariane
jemals nachhause zurückkehren kann. Denn er bewirkt, dass alle in der
Menschenwelt sie vergessen haben! Ariane ist verzweifelt. Doch sie hat
auch Freunde im Zauberwald, die ihr helfen wollen..."
Als Wolfgang Hohlbein danach die Bühne betrat, wurde fleißig applaudiert und der erfolgreichste deutschsprachige Autor von Fantasy-Literatur nahm gerne Platz um exklusiv mit einer Premierenlesung aus der Märchenadaption Die Schneekönigin zu überraschen.
"Als dem Teufel ein Zauberspiegel zerschellt, bricht bei den Menschen das
Chaos aus. Wer von einem Splitter getroffen wird, dem gefriert das Herz
und er sieht nur noch das Schlechte in der Welt. So ergeht es auch dem
Jungen Kay. Und weil sein Herz so kalt geworden ist, verfällt er der
eisigen Schönheit der Schneekönigin, die ihn in einer prächtigen Kutsche
mit in ihr frostiges Schloss nimmt. Kays Freundin Gerda will das nicht
hinnehmen. Sie macht sich auf, Kay zu suchen und zurückzubringen. Ihre
abenteuerliche Reise führt sie zu Feen, Prinzessinnen, Räubern und
schließlich zum Schloss der Schneekönigin. Wird es ihr gelingen, ihren
Freund zu befreien oder verfällt auch sie der dunklen Macht der eisigen
Herrscherin?"
Tim Schwarzmaier, u. a. bekannt als die deutsche Stimme von Harry Potter in den ersten beiden Filmen um den berühmten Zauberlehrling, hatte sich ebenfalls ein tolles Buch ausgesucht um daraus zu lesen: Teslas unvorstellbar geniales und verblüffend katastrophales Vermächtnis.
"Ein kaputter Toaster, eine uralte Kamera, eine defekte Autobatterie: Wie
konnte Nick ahnen, dass es sich bei dem Schrott auf seinem Dachboden um
bahnbrechende Erfindungen Nikola Teslas handelt? Leider sind die
Gegenstände nicht nur genial, sondern auch gefährlich. Denn der
Geheimbund der Accelerati will sie für sich – um jeden Preis! Teslas
Vermächtnis ist der Auftakt zu einer neuen, rasanten Trilogie für Jungen
und Mädchen ab 11 Jahren. Unglaubliche Erfindungen des Genies Nikola
Tesla spielen eine entscheidende Rolle in dieser temporeichen
Abenteuergeschichte, die alle Eigenschaften eines Lieblingsbuches
aufweist: Spannung, Humor, Verschwörungen, sympathische Protagonisten
und gefährliche Verschwörungen."

Weiter ging es dann mit Jens Schumacher, der aus seinem Buch Asmoduin: Nervensäge in Not gelesen hat. Er hat es während des Lesens geschafft, Asmoduin ein ganz eigenes Gemüt zu geben und ihn, trotz seiner Abstammung aus der Hölle, zu einem lustigen Charakter zu formen.




Eine mir bis dahin ganz ungekannte Autorin, Nina Blazon, übernahm und las aus ihrem Buch Faunblut. Dabei schaffte sie es mühelos, alle Zuhörer zum Verstummen zu bringen.
Eine Metropole am Rande der Zeit. Eine Herrschaft im Zeichen der Gewalt. Und eine Liebe wider jede Vernunft.
Als Jade, das Mädche mit den flussgrünen Augen, den schönen und fremdartigen Faun kennenlernt, ist ihre Welt bereits am Zerbrechen. Aufständische erheben sich gegen die Herrscherin der Stadt und die sagenumwobenen Echos kehren zurück, um ihr Recht einzufordern, Jade weiß, auch sie wird für ihre Freiheit kämpfen, doch Faun steht auf der Seite der Gegner …"
Mittlerweile war es komplett dunkel geworden und Tim Schwarzmaier übernahm noch einmal die Rolle des Vorlesers, um aus dem zweiten Band rund um Nikola Tesla zu lesen und auch diesmal hingen alle Zuhörer gebannt an seinen Lippen: Teslas irrsinnig böse und atemberaubend revolutionäre Verschwörung.

Nach den spannenden Tönen stand Wolfgang Hohlbein noch einmal bereit um ein weiteres Mal aus einem noch unveröffentlichten Werk zu lesen: IRONDEAD - Der achte Tag. Die Zuschauer lauschten gebannt, wie es mit der Titanic weiter geht.
Den Abschluss eines fantastischen Abends machte dann noch einmal Jens Schumacher mit seinem Roman Die Wüstengötter, in welchem Meister Hippolit und der Troll Jorge Ermittlungstätigkeiten nachgehen - wäre da nur nicht der Troll-Vater Joris...
Zwischendurch erhielten wir von der Moderatorin Monika Trapp die Information, dass der eigentlich für diesen Abend geplante und auch fest zugesagte Autor Rainer Strecker leider nicht kommen kann. Eine "große Naturgewalt" halte ihn von einem Buch des Fantasy-Festivals ab: seine Frau erwartet Zwillinge und die Wehen haben eingesetzt!
Alles Gute an dieser Stelle!!
Als der letzte Applaus für die zwischenzeitlichen Percussion-Unterstützung von Dieter Arnold vorüber waren, kamen noch einmal alle Autorinnen und Autoren auf die Bühne um einen großen Applaus zu empfangen. Insgesamt durften wir 11 tolle Bücher rund um das Genre "Fantasy" kennen lernen mitsamt den wunderwaren Autorinnen und Autoren.
Zeitgleich mit diesem Schlussauftritt hörte man ein Donnergrummeln und die ersten Blitze finden an zu zucken - gerade so, als ob eine magische Entladung alle dazu auffordert, noch weiter zu machen.
Meine erste literarische Fantasy-Nacht in der Villa Herrmann wird definitiv nicht meine letzte gewesen sein. Ich freue mich schon auf das kommende Jahr!
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