Montag, 16. November 2015

[Rezension] "Aller Sünden Tod" - Julian Fröhlich

Autor:   Julian Fröhlich
Titel:     Aller Sünden Tod

Genre:   Fantasy-Thriller
Verlag:   VA-VERLAG

Umfang: 339 Seiten
Preis Print/E-Book: 12,90 € (broschiert) / 2,99 €

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Zum Inhalt:
Von einem Tag auf den anderen gerät das Leben des erfolgreichen Managers Steffen Weiden völlig aus den Fugen. Er verliert alles: Seinen Job, seine Freundin, seine Wohnung, seinen Besitz. Völlig geschockt kämpft er dagegen an, verstrickt sich jedoch immer tiefer in Ausweglosigkeit.
Das einzige, was ihm geblieben ist, ist ein seltsames altes Buch mit sieben Siegeln. Hat das womöglich etwas damit zu tun?
Aber kann ein Buch wirklich für all sein Unglück verantwortlich sein? Welche dunkle Macht liegt in den Siegeln, die sich plötzlich eines nach dem anderen öffnen?
Eines jedoch steht fest: Was auch immer da wirkt - es will seinen Tod. Wenn Steffen leben will, muss er es besiegen.


Meine Meinung:
Ein interessantes Buch, leider vermittelt das Cover einen falschen Eindruck vom tatsächlichen Geschehen. 

Leider konnte mich das Buch aber nicht vom Hocker reißen. Der Protagonist wirkt sehr blass und fügt sich in alles, was das Leben ihm vorsetzt. Jeder Mensch hat aus meiner Sicht ein wenig Würde und kämpft. Der Protagonist aber nimmt alles (scheinbar) gleichgültig hin und ist sich auch nicht zu schade Dinge zu machen, die für ihn niemals in Frage gekommen wären.

Die sieben Siegel des Buches stellen die sieben Todsünden dar und öffnen sich nach und nach, aber erst, wenn die Person diese Todsünde begangen hat. Teilweise konnte ich die Todsünde (obwohl ich wusste, um welche es geht), nicht so recht aus dem Text erkennen.

Die einzelnen Todsünden waren mir sehr aufgesetzt und ich hatte das Gefühl, dass sich der Autor hier teils sehr mühsam etwas aus den Fingern saugen musste. Nur der Aufenthalt Steffens im Gefängnis und seine Erfahrungen erscheinen mir ein wenig "realistisch" (wenn man davon sprechen kann). Man könnte fast meinen, dass der Autor die Erfahrungen selbst gemacht hat. Anderes war dann wieder nur sehr oberflächlich.

Ich hatte das Gefühl, dass sich der Autor nicht so recht entscheiden konnte, welches Genre er bedienen möchte und so versucht hat, möglichst viele in dem Buch unterzubringen (Erotik, Homo-Erotik, Fantasy, Thriller, ... - von allem ein bisschen aber nichts richtig).

Die verschiedenen Vertreter für die jeweilige Todsünde empfand ich eher störend als hilfreich in der Geschichte, zumal diese immer nur so unterschwellig auftauchten und wieder verschwanden.

Fazit:
Eine interessante Geschichte wurde hier leider weniger gut umgesetzt. Ein seichter Charakter und ein Plot, der sich dahin zieht und am Ende sogar ein wenig nervt. Schade. Von mir aus diesem Grund nur 2 von 5 möglichen Sternen.





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