Donnerstag, 2. August 2018

[Rezension] "Die Feuer von Anasoma" - Mitchell Hogan

Autor: Mitchell Hogan
Titel: Die Feuer von Anasoma (Sorcery Ascendant Sequence, Band 1)

Verlag: Heyne Verlag

Umfang:   720 Seiten

Preis Print / Ebook: 14,99 € (Taschenbuch) / 11,99 €


Hier geht's zur Leseprobe.


Zum Inhalt:
Caldan ist zehn Jahre alt, als seine Eltern von den Schergen des Kaisers ermordet werden. Er selbst entkommt seinen Verfolgern und findet in einem Kloster Unterschlupf, wo er von den Brüdern in den Grundlagen der Arkanen Magie unterrichtet wird. Doch dann verletzt er Jahre später bei einer Prügelei unwillentlich einen Mitschüler und wird, mit nichts als ein paar Münzen in der Tasche, hinausgeworfen. Von nun an muss er sich alleine durchschlagen – in einer Welt, die noch immer von den Mördern seiner Eltern beherrscht wird. Für Caldan beginnt ein langer und steiniger Weg, an dessen Ende er einer der größten Magier seiner Zeit sein wird …

Meine Meinung:
Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen, erzeugt es doch für mich eine gewisse Unergründlichkeit, Düsternis und auch ein wenig Spannung durch den Mann auf der Spitze des Berges, der über die Nebel hinweg schaut. 

Das Buch beginnt sehr rasant und schnell wird klar, dass der Protagonist Calden in einer Welt lebt, die für ihn nicht einfach ist. Er ist zunächst ein junger Mann, der Magie beherrscht und diese auch für sich zu nutzen weiß - allerdings noch völlig unkontrolliert und nur aus der Intuition heraus. Seine Eltern sind tot und er ist weitestgehend alleine auf sich gestellt. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass er sehr Ich-bezogen ist, schließlich musste er sein bisheriges Leben alleine gestalten und sich selbst in der Gesellschaft platzieren um nicht unterzugehen.

Die Welt in der Caldan lebt, ist durchzogen von Magie und magische Gegenstände scheinen eine große Rolle zu spielen. Mitchell Hogan hat mit diesem Buch eine eigene magische Welt geschaffen. Natürlich greift er dabei auf etablierte Fakten aus anderen Romanen zurück (Die Wirkungsweise der Magie z.B.), jedoch ist die Fantasy, die er hier beschreibt, als gänzlich eigenständig anzusehen. Er schafft es, immer wieder sehr interessante und bisweilen auch nicht erwartete Wendungen und Drehungen in die Story einzubauen. Natürlich begegnen dem Leser auch actiongeladene Szenarien und bedrohliche Ereignisse. 

Was mir gut gefallen hat ist, dass es verschiedene Handlungsszenarien gibt. Jede für sich schien mir anfangs ein wenig sinnlos zu sein, weshalb ich auch nicht gleich in die Geschichte hineinkam. Je länger der Plot aber dauerte, desto mehr verwoben sich diese Szenarien bzw. deren Folgen ineinander. Am Ende gab es ein "großes Ganzes", welches im ersten Drittel des Buches absolut nicht erkennbar war. Trotzdem bleiben einige Cliffhanger übrig...

Auch die Figur des Calden hat mich überzeugt. Er ist der klassische Held, der am Ende die Welt retten wird und alles Böse vernichten wird. So zumindest dachte ich anfangs. Doch zum Glück entwickelt sich das Buch ein wenig anders, nämlich so, wie das Leben ist: abwechselungsreich und unverhofft. Er ist authentisch und seine sehr differenzierte Eigen- und Fremdsicht auf sich selbst. Gerade das macht es im auch teilweise schwer, sich bei anderen durchzusetzen und eckt manchmal an.

Fazit:
Eine interessante, authentische Figur in einer magischen Welt, die zwar bekannte Aspekte aufgreift, insgesamt aber sehr eigenständig ist. Dazu eine "kleine Stückelung" von Ereignissen, die am Ende ein "großes Ganzes" hervorbringen. Leider wurden nicht alle offenen Fragen beantwortet, so dass es von mir 4 von 5 möglichen Sternen gibt.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen